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31 AUG - 28 SEPT 2025

TRADIcTION 2026 Agenda Medien Info ERDE/N 2025
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Info ERDE/N 2025

Michael Günzburger

*1974 in Bern, lebt in Zürich

Nimm es in die Hand, und denke wenig, 2025, Lithodruckfarbe auf MDF, Mitarbeit Simone Aughterlony; Fahre los, unter die Erde, 2025, Acrylfarbe und Staub auf Holz, Mitarbeit Pauline Spähni; Fahre los, unter die Erde, 2025, Lithodruckfarbe auf Papier, Mitarbeit Pauline Spähni; Fotos: Michel Gilgen

Der Künstler arbeitete 2025 für die Ausstellung periodisch auf dem Bauernhof und wurde fast wie selbstverständlich Teil  des landwirtschaftlichen Betriebs. Mit seiner dialogischen Praxis spiegelte Michael Günzburger die auf dem Hof angewandten Praktiken und stellte damit Prints und Zeichnungen her. Die vorhandenen Geräte, Materialien und transformativen Vorgehen waren Ausgangspunkt für Artefakte, welche auf dem Hof gezeigt wurden. Die Installation Nimm es in die Hand, und denke wenig, welche Spuren der Bearbeitung mit landwirtschaftlichen Handgeräten auf MDF Platten als Ausgangsmaterial für Druckerzeugnisse nutzte, wird auch in der kommenden Ausstellung zu sehen sein. Ebenso die Holzplatten, welche mit Landwirtschaftsmaschinen bearbeitet wurden.  2026 nimmt Günzburger mit der Arbeit Liege im Saft die still gelegte, über 100 Jahre alte Mostpresse der Froh Ussicht  wieder in Betrieb. Schon Gutenbergs Druckerpresse war eine modifizierte Öl- und Saftpresse. Dieser Umbau für eine Umnutzung zum Drucken wird auch hier vorgenommen. Damit wird die Umwidmung der Geräte und Maschinen des Hofs für den künstlerischen Druck aus dem Sommer 2025 konsequent vertieft. Mit der Presse wird jedoch nicht nur gedruckt: In Zusammenarbeit mit der Performer:in Simone Aughterlony werden performative Praktiken und historische Riten des Saftherstellens untersucht und in die Druckpraxis eingespielt. Als Output entstehen zur Apfelerntezeit  Drucke auf der Mosti, die sich in Günzburgers langjährige Materialdruckpraxis (seit 2012) einreihen. Die Drucke werden im öffentlichen Raum des Hofs gezeigt. Die Zusammenarbeit mit Simone Aughterlony ist nach Dirty Vestiges (2015) und UPROAR (2024) die dritte Kollaboration der beiden Künstler:innen. Auf der Froh Ussicht wird eine "Performance-Miniatur" entstehen.

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