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31 AUG - 28 SEPT 2025

TRADIcTION 2026 Agenda Medien Info ERDE/N 2025
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Froh Ussicht & Willimann/Arai

Zürich, CH

The gift exercise / Invitation 11: Onion Ring – Season 2

Willimann/Arai in Zusammenarbeit mit Zainullah Mohammadi, Alina Mykhailova, Gajindirarasa Kuraisinkam, Abira Gajindirarasa, Ramadhani Ngendakuriyo  und Antoinette Rubashamuheto; Fotos: Michel Gilgen und Willimann/Arai


In Zusammenarbeit mit Martin Blum und gemeinsam mit in der Region lebenden geflüchteten Menschen haben Willimann/Arai 2025 auf dem Hof Blum einen Zwiebelgarten angelegt – mit dem Ziel, einen zirkulären Austausch zwischen dem Ort, seinen Boden- und Landbewohner*innen, den Projektbeteiligten und der Öffentlichkeit zu initiieren. Als Anbaupflanze wurde in der Gruppe die Zwiebel gewählt, da sie in den verschiedenen Kulturen im Anbau und in der Nahrungsmittelherstellung eine bedeutende Rolle einnimmt. Die Zwiebel ist eine der wichtigsten und ältesten von Menschen genutzten Kulturpflanzen, die weltweit nicht nur in den Küchen, sondern auch in der Medizin, in Mythologien und spirituellen Praktiken eine wichtige Rolle spielt. Die Form und ringförmige Struktur der Zwiebel wurden schon vor langer Zeit vielerorts als Symbol für die Kreisläufe des Lebens gedeutet. Das Langzeitprojekt versteht sich als gemeinsamer Lernprozess zwischen den verschiedenen Perspektiven, Expertisen und Wissensformen, welche die Beteiligten mitbringen sowie in Auseinandersetzung mit rechtlichen Ausschlüssen, die Personen im Asylverfahren u.a. den Zugang zu entlohnter Arbeit verwehren. Wie kann es trotz dieser Umstände zu einem Austausch kommen, der im Interesse aller Beteiligten ist? Mit dem Erwerb eines Zwiebelzopfes konnten Besucher:innen für eine Saison Teil des Zwiebel-Rings werden – und so zur Aufrechterhaltung des Tausch-Kreislaufs im nächsten Jahr beitragen.

Basierend auf ihren Erfahrungen im Vorjahr entwickeln Willimann/Arai ihr Langzeitprojekt gemeinsam mit den Projektbeteiligten in diesem Jahr weiter. Im Zentrum steht dabei das Bestreben, das Prinzip des Tauschkreises rund um die Zwiebel auszuweiten. Die «Währung» ist jedoch nicht Geld, sondern der  Austausch, der über diesen Tauschhandel zwischen den unterschiedlichen Personengruppen entsteht bzw. gefördert wird. Neben dem bereits erprobten Fokus auf traditionelle Aufbewahrungstechniken in den unterschiedlichen Kulturen der geflüchteten Menschen, etwa dem Zwiebelzopf, wird die Gruppe sich intensiver mit mythologischen Bedeutungen der Zwiebel beschäftigen, insbesondere ihre Verwendung als Schutz- und Orakelpflanze in verschiedenen Traditionen. Darüber hinaus wird der Kreis der Beteiligten um eine Gruppe von unbegleiteten minderjährigen Asylsuchenden erweitert und mehr Geflüchteten aus der Region eine Teilnahme am Projekt ermöglicht. Zudem haben sich in der letzten Saison rund 30 Personen verpflichtet, im Tausch gegen einen Zwiebelzopf bei den diesjährigen Gartenarbeiten mitzuhelfen.

 

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